EU Studie: Investitionen in Bildung und Ausbildung

Titel Investment in Education and TrainingVoss, E., de Micheli, B.,Schöneberg, K., Rosini, S. (2017):
Investments in Education and Training. Trends and challenges, the role of EU policies and financing from the perspective of European and national social partners.
Final study report in the context of the ETUC, CEEP, EFEE, ETUCE Project “Improving Social Partners’ involvement in EU support for public budgets for training and education”, Brussels, December 2017.

In Kooperation mit unserem italienischen Partner, der Stiftung Fondazione Giacomo Brodolini, haben wir in 2016 und 2017 die europäischen Sozialpartner im Bildungsbereich in einem gemeinsamen Projekt zu Trends, Herausforderungen und neuen Anforderungen an Investitionen in Bildung und Ausbildung unterstützt. Neben der Analyse zu europäischen wie nationalen Trends der Bildungsinvestitionen standen drei Aspekte im Mittelpunkt des Projektes, welches im Dezember 2017 mit einer europäischen Konferenz in Brüssel beendet wurde: Welche Rolle spielen europäische Förderprogramme und bildungspolitische Empfehlungen für das Investitionsgeschehen und die Bildungspolitik auf nationaler Ebene? Werden Sozialpartner adäquat in bildungs- und investitionspolitischen Fragen beteiligt?

Die Diskussion über Bildungsinvestitionen in Europa ist geprägt durch ein auffälliges Paradox: Einerseits wird immer wieder betont, wie wichtig gerade in den heutigen Zeiten des technologischen und gesellschaftlichen Wandels eine adäquate Ausstattung von Bildungseinrichtungen ist. Bildungsinvestitionen werden auch als zentrales Mittel in der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit angesehen. Andererseits ist festzustellen, dass in fast allen EU Ländern und insbesondere in denen, die am stärksten von der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 und der Eurokrise 2010 betroffen waren, die Investitionen in Bildung und Ausbildung rückläufig sind. Die Studie macht deutlich, dass es bei dem allgemeinen Ruf nach verstärkten Bildungsinvestitionen ein deutliches Gefälle zwischen Anspruch und Wirklichkeit in allen EU Staaten gibt.

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